Was Ihr Innovationsmanagement wirklich leistet

Wie leicht fällt es Ihnen, die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu beurteilen? Die aktuell unsichere Wirtschaftslage verlangt ehrliche Antworten und anspruchsvolle Bewertungen. Deshalb stelle ich Ihnen hier drei Erfahrungen aus meiner Beratungspraxis vor, die Sie für Wettbewerbsvorteile nutzen können.

1. Kunden befragen

Wenn Sie die eigenen Innovationsziele und Planzahlen erreichen, spricht dies dafür, dass Sie und Ihre Mitarbeiter die Hausaufgaben gemacht haben. Das ist notwendig und anerkennenswert. Doch über den wirklichen Erfolg geben Ihnen nur die Stamm- und Zielkunden Auskunft: Entsprechen die Innovationen den Kundenerwartungen oder übertreffen sie diese sogar? Wie stehen Sie im Vergleich zu den Wettbewerbern da? Innovationsmanager stehen häufig vor dem Problem, dass Kunden keine Lust haben, schon wieder einen Fragebogen auszufüllen. Deshalb integrieren manche Innovationsmanager dieses Feedback in die allgemeine Kundenbefragung, welche die meisten Unternehmen regelmäßig durchführen. Firmen mit einem Außendienst geben diesen Mitarbeitern den Fragebogen oft für ein paar Wochen mit auf den Weg. So vermeiden Sie Missverständnisse des Schriftverkehrs. Wenn Sie keinen Außendienst haben, möchten Sie vielleicht einen externen Dienstleister einschalten.

2. Nach vorn blicken

Der Umsatz mit neuen Produkten ist höher als im Vorjahr. Schön. Aber werden diese auch in den nächsten Jahren stattliche Gewinne abwerfen? Können Sie Folgeinnovationen rechtzeitig aus der Schublade ziehen? Diese Fragen beantworten Sie am besten nach einer Szenarioanalyse. Ein Automobilzulieferer führt sie beispielsweise jährlich durch. Eingehende Recherchen über die E-Mobilität im Vorfeld zeigen ihm nicht nur, welche Produkte in den nächsten Jahren gefragt sind, sondern auch, welche seiner Kunden auf dem richtigen Weg sind. Der Automobilzulieferer kann sich daraus gleichzeitig ein Bild machen, welche Kunden als Lead User für Entwicklungsprojekte geeignet sind.

3. Kennzahlen

Welche Kennzahlen am meisten über das Innovationsverhalten aussagen, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen und ist darüber hinaus situationsabhängig. Für den einen ist es die Erschließung neuer Märkte, während einen anderen effizientere Fertigungsprozesse mit niedrigeren Kosten wichtiger sind. Die Innovationsmanager, die Kundenbefragungen durchführen, erhalten hieraus oft Hinweise, welche Kennzahlen den Kunden wichtig sind.

Es lohnt sich immer, bei der Festlegung und Bewertung von Kennzahlen unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen: neben den Kunden beispielsweise auch die von Technikern und dem Vertrieb als interne Kanäle. Damit vermindern Sie gleichzeitig den Einfluss von Interessenkonflikten. Die meisten meiner Kunden dicken mit der Analyse des Innovationsmanagements Potenziale auf. Daraus entwickeln sie zielgenaue Maßnahmen für kontinuierliche Verbesserungen oder die Ausrichtung des Innovationsmanagements auf eine spezielle Situation, wie die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit. So wird der Innovationsverantwortliche zu einem entscheidenden Impulsgeber bei der Anpassung der Unternehmensstrategie.

ak-t



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