Was gibt es Neues aus dem Smart Home?

Im Smart Home werden Haushalts-, Sicherheits- und Multimediageräte vernetzt. Jalousien und Heizungen können bereits jetzt automatisch per Smartphone gesteuert werden. In neuen Häusern zählt dies zum Standard und dient zur Einsparung von Strom- und Gaskosten. Noch nicht so weit verbreitet sind intelligente Rauch- und Gasmelder, die gleichzeitig die Quelle der Störung identifizieren und das betroffene Gerät abschalten. Anwesenheitssimulationen sollen Einbrecher abschrecken. Hier geht es um die Sicherheit. In einer forsa-Umfrage sagten 58 Prozent, die Nutzung smarter Technologie würde ihr Sicherheitsgefühl erhöhen. Bewegungssensoren können Einbrecher von vorbeistreifenden Tieren unterscheiden. Überwachungskameras informieren Wohnungsbesitzer per Push-Nachricht.

Erfreulicherweise sind intelligente Gebäudesysteme inzwischen bezahlbar geworden. Schon mit 100 Euro kann man loslegen mit der Hausautomatisierung. Die Vernetzung der Geräte kann über Klemmen im Sicherungskasten hergestellt werden, in denen Mikrocomputer eingebaut sind. Eine andere Variante ist ein intelligenter Stecker. Bei den meisten Anbietern gibt es die Visualisierung des Stromverbrauchs gratis dazu. Die Lösungen werden von den Stromversorgern, den Telefondiensten und unabhängigen Firmen angeboten. Der Nutzer kann entscheiden, ob die Daten in einer Cloud oder lokal gespeichert werden sollen. [Computerwoche 17.02.2017 ]

Die neuen Trends gehen in Richtung Individualität. So sollen beispielsweise im Badezimmer Informationen gesammelt werden, auf deren Basis Ratschläge zur Gesundheit gegeben werden. Sensorbestückte WCs überprüfen den Urin. An Hand der Gesichtsfarbe schließt der Spiegel auf das Wohlbefinden. Die Matte auf dem Fußboden misst neben dem Gewicht auch den Puls, der WC-Sitz die Temperatur. Sensoren sammeln Informationen über die Schlafzeit, -tiefe und –qualität. Die Matratze kann fester oder weicher eingestellt werden.Die ersten Roboter sind schon so weit, dass sie Kaffee und Tee kochen können. Zukünftig werden wir die Befehle, zum Beispiel zum Einschalten des Lichts, nicht über Schalter oder Smartphone eingeben, sondern die Geräte werden über die Sprache gesteuert. Die Steuerung auf Zuruf soll auch ohne Internet funktionieren.[smart-wohnen.de ]

Das BMWi richtet eine eigene Smart-Living-Geschäftsstelle ein, um die Entwicklung des deutschen Leitmarktes zu fördern. Geplant ist die Etablierung von Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien. Auch die Versicherungen befassen sich mit dem Smart Home. Wenn der Versicherte bereit ist, der Versicherung Daten zur Verfügung zu stellen, bekommt er im Gegenzug Rabatte.
ak-t



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