Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie

Im September dieses Jahres läuft für die Automobilindustrie die Frist ab, in welcher sie das Transition-Audit zur neuen Norm IATF 16949 bestanden haben müssen. Viele Unternehmen haben das Zertifikat bereits erhalten. Andere müssen noch etwas nachbessern. Manche stecken noch tief in den Vorbereitungen. Deshalb ist es interessant, einen Blick auf die Studie „Quality 2020“ von AIAG und Deloitte zu werfen, die Standpunkte der OEM und der Zulieferer auswertet.

Kunden und Lieferanten sind sich einig, dass die Problemlösung nach wie vor unzufriedenstellend ist. Unzureichende Ursachenforschung, Führungs- und Zeitprobleme werden als Ursachen angeführt. Als zweiter kritischer Punkt werden die kundenspezifischen Anforderungen angeführt. Es gibt wenig Standards und je tiefer ein Unternehmen in der Wertschöpfungskette angesiedelt ist, um so unübersichtlicher wird die Situation. Dadurch werden die operationale Effizienz und auch die Kundenbeziehungen belastet. Gleichzeitig tun sich die OEMs und Tier-1 mit einer Standardisierung sehr schwer. Weitere Potenziale werden darin gesehen, die Lessons Learned in die Produktentwicklung einfließen zu lassen und von Anfang noch stärker auf an die Vermeidung von Problemen zu fokussieren. Ein weiteres Risiko für Qualitätseinbußen stellen Know how-Verluste dar. Handlungsbedarf besteht zunächst darin, dieses Risiko zu untersuchen und die Defizite zu benennen.



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