Nahrungsmittelabfälle: die Rohstoffe der Zukunft? Bericht über ein EU-Förderprojekt

Zentrales Thema des letzten Jahres war das Wegwerfverhalten von Lebensmitteln. Die Verbraucherministerin Ilse Aigner startete eine Kampagne zur Aufklärung über Mindesthaltbarkeitsdatum und Ablauf von Produkten für Verbraucher (https://www.zugutfuerdietonne.de/). Doch bereits in der Nahrungsmittelindustrie fallen zahlreiche Reststoffe an, die bisher ungenutzt bleiben. Diesem Problem widmet sich seit 2012 ein internationales Forschungsprogramm, finanziert vom 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union (EU). Die am Projekt TransBio beteiligten Partner aus Forschung und Lebensmittelindustrie stammen aus Europa und Lateinamerika. So ist zum Beispiel das Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) aus Bremerhaven an TransBio beteiligt. Hier wurden bereits im Rahmen eines Vorgängerprojektes Daten gewonnen. Im Rahmen von TransBio wird analysiert, welche Restprodukte in der Lebensmittelindustrie anfallen und wie sich diese nutzen lassen. So können zum Beispiel mittels biotechnischer Methoden, wie Fermentation oder Enzymatischem Verdau, Biopolymere für Biokunststoffe oder Enzyme für Reinigungsmittel gewonnen werden. Die entwickelten Prozesse werden auf Ökonomische, Ökologische und soziale Faktoren geprüft. Es finden regelmäßig Workshops und Konferenzen statt um Interessenten aus Industrie und Forschung über die entwickelten Technologien und Produkte zu informieren. Mehr über dieses Projekt finden Sie unter: http://www.transbio.eu.

Das europäische Konsortium EuroTransBio besteht aus zwölf Ländern beziehungsweise Regionen. Zwischen 2006 und 2011 wurden 114 Projekte mit insgesamt 201 Mio. Euro von der EU gefördert.

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