Das Innovationsmanagement als Wegweiser durch Konjunkturschwankungen

Wieder taumeln die Finanzmärkte. Augenscheinlich haben die Maßnahmen der Krise 2009/10 nicht grundlegend gegriffen. Wieder sehen sich Unternehmen ersten Auftragsstornierungen gegenüber, Führungskräfte schlafen schlechter. Jetzt kommt es darauf an, die Erkenntnisse aus der Krise zu nutzen, damit sich bestimmte Situationen nicht wiederholen. Auch das Innovationsmanagement gehört auf den Prüfstand.

Viele Unternehmen, die sich 2009 ausschließlich aufs Sparen konzentriert haben, gibt es nicht mehr. 2009 mussten in Deutschland 33.762 Unternehmen Insolvenz anmelden, 11% mehr als im Vorjahr. Auch 2010 waren es noch über 32.000 Firmen. Besonders betroffen waren Automobil-Zulieferer. Auf der anderen Seite können allein von der Technik getriebene Innovationen, für die sich kein Markt entwickeln lässt, Unternehmen in schwierigen Zeiten auch überfordern. Beides ist von Kurzsichtigkeit geprägt. Weitsichtige Führungskräfte haben dagegen inzwischen analysiert, welche Stärken ihnen durch die Krise und im Aufschwung geholfen haben, ohne dabei ihre langfristigen Ziele aus dem Auge zu verlieren. Bei den Zulieferern gehörten sogenannte Lead UserInnovationen dazu, d. h. Innovationen mit den Kunden für die neuen Produkte. Sie hatten geringere Flop-Raten und waren schneller am Markt. Einen hohen Stellenwert hatten in der Industrie Prozessinnovationen zur Schonung von Material und Energie. Aber auch die Erschließung neuer Märkte mit angepassten Produkten spielte eine Rolle, wie das Beispiel VW in China zeigt.

Es gibt jedoch auch Unternehmen, die im Aufschwung so viel zu tun hatten, dass sie ihre Strategien noch nicht auf die unsichere Wirtschaftslage, welche uns die Medien ankündigen, ausgerichtet haben. Es soll dabei nicht um Schwarzmalerei gehen, sondern um eine solide Vorbereitung. Diese kann so aussehen, dass die Führungskräfte unterschiedliche Szenarien für die nächsten Jahre entwickeln: zum Beispiel ein Best Case Szenario, in dem der Aufschwung weitergeht, und ein Worst Case-Szenario, in dem die nächste Krise vor der Tür steht. Wirksam werden Szenarien, wenn in allen Fällen Trigger festgelegt werden. Verantwortliche überwachen definierte Tendenzen und schlagen Alarm, wenn kritische Ereignisse eintreten. Für diese Fälle sind Maßnahmen festgelegt und das Unternehmen ist schnell handlungsfähig.

Unabhängig von der Konjunktur beurteilen Führungskräfte in Umfragen Forschung & Entwicklung als wichtigste Komponente für wirtschaftliches Wachstum. Sie investierten dafür in 2009 56 Billionen Euro (-3,5% im Vergleich zum Vorjahr) und beschäftigten in diesen Abteilungen etwa 330.000 Mitarbeiter. In 2010 stiegen die Entwicklungsbudgets auf 58% und die Beschäftigtenzahlen auf über 340.000.

Wie können Führungskräfte aktuell Chancen und Risiken von Innovationen sicher managen? Soweit noch nicht erledigt, bieten sich die folgenden Maßnahmen an:
1. Stärken/Schwächen-Analyse des Innovationsmanagements in 2008-2011 und Anpassungsmaßnahmen
2. Workshop zur Entwicklung von Szenarien und Anpassung der Strategie mit Triggern und Handlungsplänen.

Mit den Ergebnissen können Innovationsverantwortliche Produkt-, Prozess- und Marktentwicklungen mit sicherer Hand durch unsichere Zeiten steuern. K-T Innovation unterstützt Sie mit einem externen Blick und viel eigener Innovationserfahrung gern bei der Moderation von Workshops oder mit einem Coaching dezent im Hintergrund. Sie können sich dann auf die Inhalte konzentrieren.

ak-t



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