CEBIT 2016 – “weltweit führende Veranstaltung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft”

Mit diesen Worten umriss Messechef Oliver Frese die diesjährige Messe. T-Systems-Chef Reinhard Clemens sieht uns schon in der zweiten Hälfte der Digitalisierung angekommen, in der die Industrie im Mittelpunkt steht. „Jetzt müssen die Unternehmen Tempo machen und den digitalen Wandel aktiv vorantreiben,“ so der Bitkom-Präsident Thorsten Dirks. Der Branchenverband stellte die Ergebnisse einer Studie auf der CEBIT vor:

  • Die größten, aktuellen Herausforderungen für die Unternehmen sind die Fachkräftesicherung (73 %) und die Digitalisierung (72 %).
  • Veränderungen erwarten 64 % bei den Geschäftsmodellen und 57 % bei Produkten und Dienstleistungen.
  • Während sich 59 % eher als Nachzügler sehen, fühlen sich 27 % als Vorreiter.
  • 88 % nehmen die Digitalisierung als Chance wahr und nur 9 % als Risiko.
  • 74 % schließen Partnerschaften mit IT-Unternehmen, wobei 52 % in dieser Branche Wettbewerber vermuten.

Der VDI führte auf der CEBIT eine Umfrage durch. Ein bemerkenswertes Ergebnis ist, dass die mit Big Data verbundenen Risiken als hoch (40 %) bis sehr hoch (36 %) eingeschätzt werden. Die Sensibilität für IT-Sicherheit ist gestiegen. Ein Großteil der Unternehmen sieht sich technologisch gut aufgestellt, aber nur 15 % bestätigen dies in Hinblick auf die Geschäftsmodelle.

Die Umfrageergebnisse erwecken den Eindruck, dass die Herausforderungen der Digitalisierung allein dadurch gemeistert werden können, dass sich die Unternehmen einen IT-Partner suchen. Daraus könnte die Gefahr erwachsen, dass sie sich von der Technik treiben lassen und ihre eigentlichen Ziele sowie Erfolgsfaktoren vernachlässigen. Meiner Erfahrung nach sind die Unternehmen erfolgreich, die zunächst eine Roadmap entwickeln und dann analysieren, wo ein IT-Partner unterstützen kann. Dabei dürfen andere Faktoren, vor allem die Unternehmenskultur, nicht aus dem Auge verloren werden. Es reicht nicht aus, IT-Fachkräfte weiterzuentwickeln. Alle Führungskräfte und Mitarbeiter, auch diejenigen in der IT selbst, müssen sich für die anstehenden Innovationen öffnen. Deshalb gehört die Digitalisierung auf die Agenda der Geschäftsführung. Sie kann nicht allein von der IT gemanagt werden.

akt



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