Künstliche Intelligenz nach den Bedürfnissen der Menschen gestalten

Teilweise entwickelt sich eine Euphorie um die Künstliche Intelligenz (KI), teilweise löst sie Ängste aus. Werden die Menschen von der KI überrollt? Jedenfalls hält sie schneller Einzug in unser privates und berufliches Leben als viele wahrhaben wollen. Sie hält Einzug in Bereiche, wo wir noch vor ein paar Jahren dachten, sie seien den Menschen vorbehalten.

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch an den Turing-Test aus dem Jahr 1950, der feststellen soll, ob Computer ein dem Menschen gleichwertiges Denkvermögen besitzen, oder an ELIZA, das erste Kommunikationstool zwischen Mensch und Maschine, aus dem Jahre 1966. Künstliche neuronale Netzwerke wurden in den 1980ern und 1990ern entwickelt. Wer heute ein iPhone hat kann dieses mit Siri über die Sprache steuern. Android-User können ihr Smartphone mit Alexa steuern. Bei Microsoft hat Cortana eine eigene Persönlichkeit entwickelt. Dahinter steckt nichts anderes als KI. Wer glaubt, Konstruktion und Design seien von der Entwicklung ausgeschlossen, werfe einen Blick auf das Start-up Logojoy, Es setzt künstliche Intelligenz zur Entwicklung von Logos ein. Diese sind durchaus ansprechend und machen den von Menschen kreierten Logos ernsthafte Konkurrenz. Unser Sicherheitsbedürfnis im Internet wird von Koko unterstützt. Die nächste CAD-Generation stellt Autodesk mit dem KI nutzenden Dreamcatcher vor.
Im Oktober veröffentlichte der Harvard Business Manager die Ergebnisse einer Studie von Accenture Research. 1.075 Unternehmen berichteten, wie mit KI die größten Leistungszuwächse erzielt werden können. Im Ergebnis ist dies die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI. Das funktioniert dann, wenn die Menschen die Aufgaben übernehmen, die Maschinen so zu entwickeln, dass sie einerseits bestimmte Aufgaben lösen, andererseits den Menschen keinen Schaden zufügen. Auch KI-Maschinen müssen überwacht werden. Darüber hinaus benötigen wir Experten, die erklären, warum ein Computer zu bestimmten Ergebnissen kommt. Ansonsten vertrauen wir den Ergebnissen nicht. Ein Data Compliance Manager wird erforderlich. Die Maschinen dagegen helfen den Menschen, große Datenmengen zu verarbeiten.

KI hat sich zum digitalen Bestandteil der digitalen Roadmap gemausert. Zur Prozessentwicklung gehört Process Mining, welches die Spuren der Prozesse in ERP-, Business Prozess- und anderen Systemen auf Spuren der Prozesse untersucht. Der Weg zu selbstlernenden Prozessen wird vorbereitet. Business Intelligence kann das Management mit weltweiten Unternehmenslandkarten unterstützen. Doch wo beginnen? Bewährt hat es sich, zunächst einen Prozess herauszugreifen, der Probleme verursacht. Ist dieser auf den richtigen Weg gebracht, können die Menschen die Erfahrungen bei der Bearbeitung weiterer Prozesse nutzen. Viel Erfolg mit der künstlichen Intelligenz und ihrer Kooperation mit den Menschen!

ak



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