Führen in der digitalen Transformation

StepStone und Kienbaum haben eine Studie zum Thema „Die Kunst des Führens in der digitalen Revolution“ herausgegeben. An der Umfrage nahmen etwa 13.500 Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlich großen Unternehmen in Deutschland teil.

Aus Sicht der befragten Fachkräfte pflegt über die Hälfte ihrer Vorgesetzten einen direktiven Führungsstil: „Ich erwarte, dass meinen Anweisungen Folge geleistet wird.“ Die weitaus meisten von ihnen wünschen sich jedoch transformationale Führungskräfte, die als Vorbild klare, anspruchsvolle Ziele kommunizieren und den Mitarbeitern Freiraum und Selbstbestimmung bieten, um diese zu erreichen. Führungskräfte sollen eine Vision und Sinn in der Arbeit vermittels. Die Selbsteinschätzung der Führungskräfte weicht deutlich von diesem Ergebnis ab. Sie selbst schätzen sich deutlich näher an den von Mitarbeitern gewünschten transformationalen, strategischen und ethischen Führungsidealen. Arbeitszufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen wachsen und die Kündigungsabsichten schrumpfen, wenn die Führungswünsche der Mitarbeiter aufgenommen werden. In der Konsequenz steigt die Innovationsleistung durch transformationale, strategische und ethische Führungsanteile.

In der Konsequenz ist in höherem Maße als bisher gegenseitiges Feedback zwischen Geführten und Führungskräften erforderlich, um das eigene Verhalten auf beiden Seiten besser einschätzen zu können. 360°-Feedbacks stellen eine Option dar. Um Unternehmen den Veränderungen in der digitalen Transformation und den Ansprüchen der Menschen gerecht werden zu lassen, müssen Führungskräfte bereit sein, ihr eigenes Führungsverhalten auf den Prüfstand zu stellen und es weiterzuentwickeln. Zu transformationalen und strategischen Elementen muss digitale Kompetenz hinzugefügt werden, wenn optimale Ergebnisse erzielt werden sollen. Damit wird Weiterbildung einen noch höheren Stellenwert als bisher einnehmen.
k-t



Zurück