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Innovationsstrategie
Innovationsmanagement
Innovation Allgemein
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Wer zu spät an die Kosten denkt,
ruiniert sein Unternehmen. Wer immer zu früh an die Kosten
denkt, tötet die Kreativität. (Philip
Rosenthal)
Newsletter Innovation Nr.
24
Mai / Juni 2012 erscheint
in
KW 21
Aus dem Inhalt > Wie die IT Entwicklungen zum Erfolg
führt > Unternehmensnachfolge: Die Strategie des Übergebers > Fördertöpfe: Aktuelle Termine
> Presseschau
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Wie Bewertungen von HighTech-Unternehmen realitätsnäher werden
Bei Verkäufen von HighTech-Unternehmen sind häufig sowohl Verkäufer als auch
Käufer vom Nutzen einer normalen Due Diligence
für die Bewertung des Unternehmens enttäuscht, wenn nur rechtliche und
steuerliche Aspekte betrachtet werden. Selbst wenn das Alter des Maschinenparks
einbezogen wird, bringt das nur eine marginale Verbesserung. Die Innovativität
wird nur ungenügend berücksichtigt.
Das muss nicht so sein: Eine Technische Due Diligence kann die herkömmlichen
Verfahren zumindest qualitativ ergänzen. Auch quantitative Verfahren existieren,
auf welche an dieser Stelle jedoch nicht eingegangen werden soll. Der hier
vorgestellte Ansatz orientiert sich an einer von Torsten Kurr in seiner
Dissertation vorgeschlagenen Methodik [1], die er für die Bewertung in drei
Bereiche unterteilt: das Geschäftskonzept, die Produktstrategie und die
technologische Neuerung. Für die Definition des Geschäftskonzepts greift er auf
die in Bild 1 dargestellten Komponenten nach Hamel [2] zurück.
1. Bewertung des Geschäftskonzepts Das Konzept muss
sich auf konzeptioneller Ebene von eigenen und fremden Konzepten grundlegend
unterscheiden und alle in Bild 1 aufgeführten Bausteine enthalten. Für die
Bewertung der Wirkung der Brückenkomponenten gibt uns Kurr elf Prinzipien an die
Hand (s. Bild 2), die auf sogenannten Dichotomien,
das heißt Gliederungen nach zwei Gesichtspunkten, basieren. So kann nach dem
Konvergenzprinzip ein neuer Nutzen für Automobilkunden entstehen, wenn ein
Zulieferer aus dem Energiesektor Funktionalitäten auf Komponenten des
Elektroautos überträgt. Das Zeit/Idealität-Prinzip kann sogar auf alle drei
Brückenkomponenten wirken, wenn Innovationen beispielsweise anstelle der
Anpassung an Trends so innovativ sind, dass sie zu neuen Normen führen. Ein
innovatives Geschäftskonzept sollte mindestens eins dieser Prinzipien
verfolgen.


2. Bewertung der
Produktstrategie Innovative
Produktstrategien werden von einer Balance aus Market-Pull und Technology-Push
getrieben. Deshalb bieten sich Portfolioanalysen aus einer Markt- und einer
Technologieperspektive an. Wie das oben angeführte Beispiel des Elektroautos
zeigt, sind immer auch Wettbewerber aus anderen Branchen zu berücksichtigen. Sie
werden bei der traditionellen Wettbewerbsanalyse häufig übersehen. Weil neue
Produkte einige Jahre Gewinne einspielen sollen und ihre Entwicklung nicht
selten schon mehrere Jahre in Anspruch nimmt, müssen auch die Folgejahre
berücksichtigt werden.
Bild 3 zeigt, wie ein Marktportfolio in Anlehnung an Kurr aussehen kann. Es
berücksichtigt den Wettbewerb, die Bedeutung am Ertrag sowie das zukünftige
Marktwachstum. Das ergänzende Technologieportfolio zeigt Bild 4. Der auf der
Y-Achse aufgetragene Beitrag zur Kundenzufriedenheit ist signifikant für den
Geschäftserfolg, während die auf der X-Achse wiedergegebene technologische
Stärke das interne Potenzial zur Erreichung der technologischen Neuerungen
darstellt. Der technologische Reifegrad dagegen steht für das verbleibende
Potenzial an Verbesserungen und die Überlegenheit bietet einen Vergleich mit den
Wettbewerbern.
In die Bewertung der Produktstrategie muss auch das Umfeld eingehen: Die
Fachkräfte müssen das zur Weiterentwicklung der Innovation erforderliche Wissen
haben und die Führungskräfte brauchen Erfahrung im Innovationsmanagement.
Parallel zu Produktinnovationen müssen die Fertigungsprozesse weiterentwickelt
werden, sei es im eigenen Hause oder bei Dienstleistern.


3. Bewertung der technologischen
Neuerung Zur Bewertung des Innovationsgrads können nach Altshuller
[3] Patentrecherchen herangezogen werden. Bild 5 ist zu entnehmen, dass es nach
einer bahnbrechenden Erfindung zu einem ersten Höhepunkt bei den
Patentanmeldungen kommt, die jedoch für Unternehmen noch keine Profitabilität
erhoffen lassen. Trotzdem kann es sich lohnen, von Anfang an dabei zu. Während
die neue Technologie ihre Leistungsfähigkeit entwickelt, gehen die
Patentanmeldungen zunächst kurzfristig zurück, um im Zuge entscheidender
Lösungen von Systemkonflikten bis zum Maximum der Leistungsfähigkeit der
Technologie anzusteigen. In diesem Zeitintervall steigt die Profitabilität
kontinuierlich bis zu diesem Maximum, um anschließend schnell zu sinken. Die
Länge der Zeitintervalle ist branchenspezifisch sehr unterschiedlich und hängt
stark von den Lebenszyklen der Produkte ab.

Fazit: Wird bei der Bewertung von
HighTech-Unternehmen in der Due Diligence der Baustein Technische Due Diligence,
welcher auch die Innovativität beurteilt, ergänzt, so entsteht ein
realitätsnäheres Bild vom Unternehmen. Für eine quantitytive Analyse sind
aufwändige Berechnungen möglich. Ob dieser Aufwand gerechtfertigt ist, müssen
die Akteure im Einzelfall entscheiden.
[1] Kurr, T.T.: Technologie „Due Diligence“ in WZL RWTH Aachen und
Fraunhofer IPT (Herausgeber): Berichte aus der Produktionstechnik
8/2003 [2] Hamel, G.: Das revolutionäre Unternehmen – Wer Regeln bricht
gewinnt. München 2000, S. 112 [3]
Altshuller, G.S.: Creativity as an exact science. New York 1984, S. 16 -
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Die Cloud: Mehr als nur eine IT-Lösung
Die Cloud kann Mehrwert kreieren, neue Geschäftsmodelle
unterstützen und Wettbewerbsvorteile schaffen, so das Urteil von IBM und Economist Intelligence Unit nach einer weltweiten
Umfrage bei 572 Unternehmen. Innerhalb der kommenden drei Jahre wollen über 40
Prozent der Befragten Cloud Computing grundsätzlich im Unternehmen eingeführt
haben. Heute sind es 13 Prozent. Sie planen, damit vor allem die folgenden Ziele
zu erreichen: • Kooperationen mit externen Partnern verbessern (62
%) • Kostenvorteile realisieren (57 %) • Neue Lieferkanäle
aufbauen (56 %) • Mehrwert erhöhen (54 %) • Sich weiter
differenzieren (51 %) • Geschäftsmodelle innovieren (35 %)
Sie wollen IT-Kosten senken, indem sie zu einem „pay as you go“-Modell
übergehen, also nur bezahlen, wenn sie Hard- und Software benutzen. In der Folge
hoffen die Unternehmen, so ihre EDV-gestützten Geschäftsvorgängen auszuweiten.
Weiterhin sehen sie Möglichkeiten, die sich immer schneller ändernden
Kundenbedürfnisse frühzeitiger zu erfahren. Sie wollen den Kunden den Umgang mit
der Technik vereinfachen, zum Beispiel, indem Upgrades und
Instandhaltungsmaßnahmen von diesen unbemerkt im Hintergrund ablaufen können.
Innovativität und Produktivität sollen erhöht werden, indem die Zusammenarbeit
mit externen Partnern und den Endverbrauchern einfacher wird. Die Cloud kann
helfen, die Wertschöpfungsketten zu verbessern, zu verändern und sogar neue
Wertschöpfungsketten zu schaffen.
Die Auswertungen von IBM lassen eine Unterteilung in drei Gruppen von
Cloud-Nutzern erkennen: 1. Optimierer, welche die Kundenbeziehungen
verbessern, wie die North Carolina State University 2. Innovatoren, die
Kundennutzen und Mehrwert erhöhen, wie 3M 3. Bahnbrecher, die neue Branchen schaffen, wie Comcast Xcalibur
Damit bietet die Cloud ein exzellentes Werkzeug für Open Innovation, aber
eben „nur“ ein Werkzeug. Vorbereitend können Sie so vorgehen: 1. Aus der
Strategie ableiten, ob Sie optimieren oder innovieren wollen oder gar einen
radikalen Durchbruch anstreben 2. Ihre Wunschpartner identifizieren, mit
denen Sie in der Cloud kommunizieren wollen 3. Klären, welches Wissen
Sie in der Cloud offenbaren wollen, zum Beispiel mit Hilfe einer Wissenslandschaft 4. Daraus Ihre Ziele für Cloud
Computing ableiten 5. Einen Maßnahmenkatalog für die Umsetzung
erstellen
Wenn Sie mehr Informationen über den Nutzen von oder eine
Entscheidungsanalyse für bzw. gegen Cloud Computing suchen, stehen wir gern für
ein persönliches Gespräch oder eine Web-Präsentation zur Verfügung: T 05323 987
11 91 oder info@k-t-innovation.de.
ak-t
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Innovationsmakler - die modernen Problemlöser
Jeder Produktentwickler kennt die Situation: Ein Projekt kommt nicht voran,
weil sich ein „kleines technisches Problem“ nicht lösen lässt. Der Zeitplan
gerät in Gefahr. Gut, dass es heute die Innovationsmakler gibt! Vielleicht kann
auch Ihnen beim nächsten Mal einer der folgenden Online-Dienstleister unter die
Arme greifen:
> www.ninesigma.com
(englischsprachig) führt Problemsteller und Lösungsanbieter zusammen,
trainiert den gemeinsamen Innovationsprozess, hilft bei der Suche nach neuen
Märkten. Beispielsweise hat Ninesigma einem Vormaterial-Lieferanten geholfen,
für ein Projekt ein interdisziplinäres Entwicklungsteam zusammenzustellen.
> www.innocentive.com (englischsprachig) ist spezialisiert
auf eingegrenzte, technische Probleme und bietet eine Innovationsplattform an.
In einem aktuellen Aufruf wird zum Beispiel eine Sensortechnologie für
Grenzschichten zwischen Beton, Stahl und Gestein gesucht. Dafür werden 25.000
US$ ausgelobt.
> www.yet2.com
(englischsprachig) Online-Börse für den Kauf und Verkauf von geistigem
Eigentum (neue Technologien, Patente). Der Wissenstransfer zwischen
Unternehmen, individuellen Fachexperten, Universitäten und staatlichen
Einrichtungen kann in beiden Richtungen erfolgen.
> www.atizo.com
(deutschsprachig) Web-Community für kreative Laien und Spezialisten, die
Wissen und Ideen aus Kunden-, Anwender- und Konsumentensicht in die von
Unternehmen initiierten Ideenkampagnen einbringen können. Hier wurden in einem
Online-Brainstorming für BMW über 700 Ideen für das Motorrad der Zukunft
gefunden und zusammen mit ausgewählten Innovatoren zu detaillierten Konzepten
weiterentwickelt.
> www.erfahrung-deutschland.de Das größte Netzwerk für Fach-
und Führungskräfte im Ruhestand. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, den
Erfahrungsschatz von hoch qualifizierten Senior-Experten zu heben und
Unternehmen projektweise zugänglich zu machen.
> www.99designs.com
Open Innovation Plattform für CI-, Web-, Print-, Grafik- &
Fashion-Designer, sowie Unternehmen mit Mangel an Design-Innovationen.
> www.elance.com Stellenbörse für virtuell arbeitende
Freelancer in den Kategorien Programmierung, Multimedia, Schreiben &
Übersetzen, Administrative Dienstleistungen, Marketing & Sales, Finanzen
& Management, Jura und Ingenieurswesen.
Abschließend noch zwei Tipps für die Zusammenarbeit mit
Innovationsmaklern: 1. Achten Sie darauf, dass Ihr Problem präzise und
verständlich formuliert ist. 2. Wählen Sie den für Ihr Problem
geeignetsten Innovationsmakler sehr sorgfältig aus. Möglichen
Übersetzungsaufwand kompensieren Sie im weiteren Verlauf.
Susann Grune (Trainee bei K-T Innovation) |
Mobilität unter Strom
Auf der ecartec, der neuen Leitmesse der Automobilbranche, hat die Zukunft
schon begonnen. Vom 18. bis zum 20. Oktober 2011 konnten die Besucher
nicht nur Sonderlinge, sondern auch die ersten Elektro-Serienfahrzeuge, wie den
Mitsubishi i-Miev bestaunen. Dieser hat sich auf Japans Straßen bereits als
Serienauto etabliert. Ich habe mich bei meinem Bummel über die Messe besonders
für die Erfolgsfaktoren der E-Mobilität interessiert. Heute zeige ich Ihnen an
einigen Beispielen, wie sich Unternehmen unterschiedlichster Größe in diesem
Szenario aufgestellt haben.
Das Sorgenkind ist nach wie vor die Batterie: Kurze Reichweite und lange
Ladezeiten prädestinieren reine Elektrofahrzeuge für Kurzstrecken. Dabei sollten
wir im Hinterkopf behalten, dass etwa 80 % der Fahrten Kurzstrecken sind, die
ein Elektrofahrzeug mühelos bewältigt. Trotzdem ist die Batterie Anlass für
zahlreiche Entwicklungsprojekte, angefangen beim Lithium, wie Christoph Hartwig
von Chemetall in
seinem Vortrag am Eröffnungstag darlegte. Für Sicherheit, Stabilität und längere
Lebensdauer sollen in 2020 Lithium-Schwefel-Systeme sorgen. Für 2030 erwartet
Hartwig den Durchbruch von Lithium-Luft-Batterien. Am Ende der
Wertschöpfungskette bei der Batterieherstellung ist das Braunschweiger
Unternehmen I + ME ACTIA. Dort werden Softwarelösungen entwickelt und aus
einzelnen Zellen komplette Batterieen zusammengestellt. Für Key Account Manager
Matthias Meinel steht der Stoffkreislauf im Zentrum: „Ist die Reichweite nicht
mehr ausreichend für ein Elektroauto, kann die Batterie als Speicher in Gebäuden
genutzt werden, bevor sie für den erneuten Einsatz in Zellen recycelt wird.“ In
diesem Sinne beteiligt sich I + ME ACTIA an Entwicklungsprojekten im Cluster
Mobility der Metropolregionen Hannover, Braunschweig, Göttingen,
Wolfenbüttel.
Den XPrice -Sieger 2010 stellte TWIKE mit dem TW4XP vor. Das Dreirad mit Elektromotor und
Tretpedalen gewann unter 136 Teilnehmern aus aller Welt den dritten Preis im
amerikanischen Wettbewerb um das effizienteste Fahrzeug, unabhängig von der
Antriebsart. Barbara Wilms, verantwortlich für das Marketing beim Hersteller
Fine Mobile, weist auf die Reichweite des Fahrzeugs hin, das sie zwischen
Pedelec und Auto einordnet: „160 km werden mit der Leistung der Batterie
erreicht und das bei einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Das
Geheimnis liegt im Leichtbau aus Aluminium und Kunststoff.“ Insgesamt wurden
über 850 TWIKEs für den Straßenverkehr zugelassen.
Elektromobilität als Chance für Mittelständler. Als Beweis dafür steht das schwäbische Unternehmen Ziehl-Abegg.
Ursprünglich als Weltmarktführer für Ventilatoren und konventionelle
Antriebe bekannt, erschließt sich Ziehl-Abegg einen völlig neuen Markt mit Radnabenmotoren für
Busse. Ralf Arnold, Leiter des Geschäftsbereichs Antriebstechnik verkündet
stolz: „Fünf Testbusse rollen durch die Niederlande, zwei in Schweden und
weitere zwei in Südkorea.“ Der Mittelständler ist ein Beispiel dafür, wie
sich Unternehmen aus anderen Branchen im Markt der Elektromobilität ihre
Nische sichern können. Er ist nicht länger ausschließlich den traditionellen
Automobilisten vorbehalten.
Den
Vorteil von Kooperationen veranschaulicht e-votion,
eine Business-Unit des Systemanbieters SYNFLEX Elektro aus Blomberg
u. a. unter Einbeziehung des Lackdrahtherstellers Schwering & Hasse (SH) aus
Lügde. Dr. Andreas Levermann, Geschäftsführer von Synflex und SH,
erläutert: "Wir bieten gemeinsam mit weiteren ausgewählten Partnern
ein komplettes Elektro-Isolier-System an, vom Kupferlackdraht über
sämtliche Isolationsmaterialien bis zu Tränkharzen. Aktuelle
Herausforderungen dabei sind u. a. eine prozesssichere
Hochspannungsfestigkeit der Drähte sowie die Verbesserung der
Drahteigenschaften zur Steigerung der Energieeffizienz von Motoren. Die
Innovation liegt im Produkt selbst, aber auch stark im
Fertigungsprozess , seiner Steuerung und Überwachung, damit wir die
Produktanforderungen sicher erfüllen." e-votion beliefert viele Hersteller
von Elektromotoren und arbeitet auch am Aachener Projekt "StreetScooter" mit, wo mehr als 20 Unternehmen und Institute
ein völlig neues Konzept für Elektromobilität auf die Beine
stellen.
Rechnet sich ein Elektroauto für mich? Messebesucher konnten dies bei emobility-web.com
checken. "Seitdem die
Web 2.0-Plattform vor einem halben Jahr ins Leben gerufen wurde, fanden sich
bereits 50.000 User ein“, kommt Geschäftsführer Thomas Aschenbrenner ins
Schwärmen. Neben Informationen bietet die Plattform Diskussionsforen, Blogs und
1.500 „Points of Interest“, wie Tankstellen, Händler und vieles mehr.
emobility-web ist eine moderne, vollintegrierte SocialWeb-Plattform und
bietet umfassende Informationen und Übersichten bis hin zu Anwendungen rund um
die „Neue Mobilität“. Der Fokus liegt dabei im Austausch der Anwender, der
Industrie und Institutionen.
Welches sind nun die Erfolgsfaktoren für E-Mobilität? Es sind herausragende
Technologien, wie besonders das Beispiel Batterie zeigt. Die Technik ist
inzwischen so komplex und interdisziplinär, dass Kooperationen, wie e-vonik oder
auch die Cluster, einen gewaltigen Anschub für den Durchbruch geben. Doch schon
Einstein sagte: „Der Problemraum ist nicht der Lösungsraum.“ Getreu diesem Motto
gelingt es Car Sharing-Dienstleiern, das Batterieproblem zu überwinden und
gleichzeitig einen Beitrag zur Energieversorgung zu liefern: Sie bieten für
kurze Wege ein Elektrofahrzeug und für lange Strecken ein Auto mit Hybrid- oder
Verbrennungsantrieb an. Der Kunde kann jeden Tag das Fahrzeug wählen, was er
braucht, und sei es auch einmal der Porsche fürs Image. Zusammengefasst sind die
Erfolgsfaktoren für die Elektromobilität: • Innovative
Technologien, • Kooperationen und • Innovative Geschäftsmodelle.
ak-t
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Seltene Erden: Bedrohung oder Chance für HighTech-Unternehmen?
Seltene Erden gewinnen zunehmend an Bedeutung. Wir finden
sie beispielsweise in Windrädern, Haushaltsgeräten, Elektroautos und
Katalysatoren. Laut einer Studie
von Roland Berger werden 30 Prozent in Glas- und Keramikprodukten, 20
Prozent in Magneten und 19 Prozent für Katalysatoren eingesetzt.
97
Prozent der Seltenerdoxide werden in China
gefördert, kleinere Anteile in den USA, Indien, Brasilien und Malaysia.
Japanische Wissenschaftler haben in diesem Jahr größere Vorräte im Pazifik
entdeckt. In Grönland könnte ein Abbau in 2015 beginnen. Experten sind
unterschiedlicher Meinung, ob der Rohstoff knapp ist oder ob er von China
künstlich verknappt wird. Jedenfalls wird seine Verfügbarkeit zu
wettbewerbsfähigen Preisen immer kritischer. „Aus Salz wurde Gold
“ betitelt die faz.net am 07.10.2011 einen Artikel und bezieht sich
dabei auf eine Aussage des chinesischen Premiers Wen Jiabao: „„Anfang der
achtziger Jahre haben wir Seltene Erden zum Preis von Salz verkauft. Sie
verdienen es jedoch, zum Preis von Gold verkauft zu werden. Wir beginnen gerade
erst, unsere natürlichen Interessen zu schützen.“ Insbesondere betroffen sind
HighTech-Unternehmen aus den Branchen Automobil und Erneuerbare Energien.
Über die Situation in Deutschland
hat sich der Bund-Länder Ausschuss Bodenforschung im März 2010 von der Ad-hoc-AG
berichten lassen. Seltene
Erden mit ihren wichtigsten Vertretern Cer und Yttrium werden hauptsächlich aus
den Mineralien Bastnäsit, Monozit und Xenotim gewonnen. Diese fallen bei der
Förderung von Eisenerz, Schwermineralen und Zinnerz an. Auf Grund der
geologischen Situation sind die Vorkommen in Deutschland begrenzt. Untersucht
wurden bisher nur Fundstätten bei Storkwitz in Sachsen, wo Bastnäsit fein
verteilt in dolomitischer Matrix auftritt. Angenommen werden weiterhin Vorräte
im Osterzgebirge, im Kaiserstuhl, im Halleschen Vulkanitkomplex sowie in den
Harzer Gangkarbonaten. Hier sind Bereiche unter Tage in Bad Grund noch
zugänglich. Die Preisentwicklung bedroht die Profitabilität und
schlimmstenfalls sogar die Existenz betroffener Unternehmen. Deshalb arbeiten
viele von ihnen bereits an der Entwicklung alternativer Technologien. Weitere
Chancen finden sie im Recycling Seltener Erden. Gerade Mittelständler haben mit
ihrer im Vergleich zu großen Konzernen höheren Flexibilität gute
Voraussetzungen. Unterstützend hat die Bundesregierung im Oktober eine
Rohstoffpartnerschaft mit der Mongolei abgeschlossen. Zudem fördert sie
Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die der Ressourcenschonung dienen. Zwei
Beispiele für Förderprogramme sind: 1. Forschung und Entwicklung im
Bereich der Elektromobilität / Ressourcenverfügbarkeit und Recycling
mit dem Stichtag 30. November 2011für die Abgabe von Projektskizzen 2.
Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft (WING) – Materialien für
eine ressourceneffiziente Industrie und Gesellschaft (MatRessource) /
Entwicklung von neuen Materialien durch Substitution mit dem Stichtag 28.
Februar 2012 für die Abgabe von Projektskizzen
ak-t |
Forbes 2011: Die weltweit innovativsten Unternehmen
Hier die zehn innovativsten Unternehmen aus der Forbes-Liste :

Wie wird eine Führungskraft zum erfolgreichen Innovator? Die Forbes-Autoren
schließen aus ihrer Untersuchung auf fünf Merkmale in der Innovator-DNA:
- Fragen
- Beobachten
- Networken
- Experimentieren
- Nicht Zusammenhängendes verbinden
Erfolgreich Innovatoren machen daraus tägliche
Gewohnheiten. Die Sieger drücken es so aus: „…Was wir heute machen, wird in
nur wenigen Jahren überflüssig sein. Die Vergangenheit ist niemals die Zukunft.“
(Marc Benioff, Salesforce) „…zwingt den Unternehmen, anders zu denken. Wir
haben gelernt, zu innovieren indem wir Erwartungen anheben und unsere Kräfte
bündeln.“ (Nitin Paranjpe, Hindustan Unilever) „Wir innovieren nicht um
Produkte herum, sondern um Entwicklungen oder Erfahrungen des Wohlfühlens.“
(Victor Fernandes, Natura Cosmeticos) „…geben den Mitarbeitern die Freiheit
zu versagen…verbringen einen guten Teil unserer Zeit mit Zuhörern...“ (Robert
Kotick, Activision Blizzard) „[fragt jeden Bewerber danach,] was er erfunden
hat. Ich will wissen, dass er neue Dinge ausprobieren wird.“ (Jeffrey Bezos,
Amazon) „…jemand schaut zwei bis fünf Jahre voraus und nimmt disruptive
Potenziale wahr.“ (Pradeep Sindhu, Juniper Networks) „Wir fragen uns, welche
Art von Kaffee-Erfahrung wir schaffen würden, wenn es Starbucks nicht gäbe.“
(Howard Schultz, Starbucks) „Die Fertigungskosten für Operationsinstrumente
waren viel zu hoch … So kamen wir auf die Ideen, diese in begrenztem Umfang
mehrfach zu benutzen.“ (John Freund, Inuitive Surgical) „Innovation ist kein Prozess, es ist die Art, wie wir das
Geschäft betreiben… Wir stellen den Kunden immer in den Mittelpunkt…und fragen
danach, wie wir das Geschirr noch besser reinigen können.“ (Rakesh Kapoor,
Reckitt Benckiser Group)
Bemerkenswert ist, mit viel persönlicher Energie sich die Geschäftsführer der
innovativsten Unternehmen für Innovation einsetzen. Es zahlt sich aus: Wie der
Abbildung zu entnehmen ist, sind Umsatz- und Ergebniswachstum
phänomenal.
Über Fehler, unerwartete Ergebnisse und Irrtümer in Forschung und
Entwicklung
„Misserfolge sind ein Geschenk.“ So wie der ehemalige Procter &
Gamble-Chef Alan G. Lafley kommentieren wohl die wenigsten Führungskräfte
Misserfolge ihrer Mitarbeiter. Gewöhnlich werden sie aus Angst oder Scham
einfach verschwiegen – und damit die Chance, aus ihnen zu lernen, vergeben.
Sicherlich gibt es bewusste Fehler, die nicht vorkommen dürfen. So bedarf es
keines Kommentars zu der Wikipedia-Site „Betrug und Fälschung in der
Wissenschaft“ (02.07.2011): http://de.wikipedia.org/wiki/Betrug_und_F%C3%A4lschung_in_der_Wissenschaft.
Zur kompetenten wissenschaftlichen Arbeitsweise gehören selbstverständlich
angemessene Recherchen in Literatur und Patenten, sorgfältig kalibrierte
Messinstrumente und Auswertungen, die dem Stand der Wissenschaft und Technik
gerecht werden. Bewusste Abweichungen dürfen nicht toleriert werden. Aber wie
sieht es aus, wenn Mitarbeiter überfordert werden, sei es in Bezug auf ihr
Fachwissen oder durch zu lange Arbeitszeiten? Wenn sie Angst vor dem Versagen
und vor Schuldzuweisungen haben? Angst führt erwiesenermaßen zu Unsicherheit und
damit auch zu Fehlern. Die Professorin für Leadership und Management Amy C.
Edmondson hat Führungskräfte befragt, in wie vielen Fällen sie die Mitarbeiter
kritisieren, wenn Fehler bekannt werden. Die Antworten ergaben zwischen 70 und
90 Prozent. Die Folge davon ist, dass Fehler vertuscht werden anstatt nach den
Ursachen zu suchen und daraus zu lernen. Edmondson gibt Führungskräften deshalb
eine „Checkliste für Experimente“ an die Hand: Sie lädt ein zu fragen, ob
der Versuch unter realen (nicht optimalen) Bedingungen stattfindet, ob die
Personen und Mittel die tatsächlichen Verhältnisse im Unternehmen
wiederspiegeln, ob Lernen das Ziel ist (nicht den Wert von Angeboten zu
demonstrieren) und ob Leistungsbeurteilungen nicht vom Versuchsausgang abhängen.
[Harvard Business Manager Juni 2011, S. 30]
Manchmal wird der Begriff „Fehler“ sogar für unerwartete Ergebnisse von
Versuchen in Forschung & Entwicklung (F & E) gebraucht. Dabei wird
jedoch übersehen, dass die strengen Regeln des Qualitätsmanagements nicht
einfach auf F&E übertragen werden dürfen. Hier finden die Versuche – im
Gegensatz zu einer sicheren Fertigung – an der Grenze des Wissens statt und
Abweichungen führen nicht selten zu Wettbewerbsvorteilen. Denken wir nur an
Ferdinand Brauns Schrift „Über Abweichungen vom Ohm’schen Gesetz in metallisch
leitenden Körpern“ [Annalen der Physik und Chemie, Neue Folge Band I, Leipzig
(1877) S.95-100]. Wer derartige Abweichungen ignoriert, weil sie einfach nicht
sein dürfen, verhindert möglicherweise radikale Innovationen. Zum Beispiel würde
es auch keine Quantenphysik geben.
Die Mathematikerin Ellen Kaplan und der Historiker Michael Kaplan stellen
sogar die These auf, dass Menschen von Fehlleistungen leben, dass wir irren,
wenn wir meinen, es ginge rational zu. An Hand von Beispielen zeigen sie in
ihrem neu erschienen Buch, warum Biologen und Verhaltensforscher davon ausgehen,
dass der Mensch geboren ist, um Fehler zu machen. Sie geben jedoch auch
Ratschläge, wie wir fatalen Irrtumsfallen entkommen können. [Kaplan, M., Kaplan,
E.: Auf Fehler programmiert. Rowohlt 2011] Neu erschienen vom
Wissenschaftsjournalisten Martin Schneider ist „Teflon, Post-it und Viagra“
[Wiley 2011] Die Gemeinsamkeit dieser Produkte und vieler anderer ist, dass sie
zufällig entdeckt wurden und zunächst als Ausschuss galten. Wissen Ihre Mitarbeiter, welchen Umgang mit Fehlern,
unerwarteten Ergebnissen und Irrtümern Sie von ihnen erwarten? Oder ist es Zeit
für ein klärendes Gespräch?
ak-t
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